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zunehmender Aktivitäten der Rechtsradikalen in Weyhe (siehe auch
„Die Situation in Weyhe“) beschlossen die Jusos und die Jungen
Grünen Ende 2000 ein parteiübergreifendes Bündnis gegen
Rechtsradikalismus zu schließen.
Der anfangs noch kleine Kreis der Aktiven entschied, dass eine bloße
Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit nicht ausreichend zeigen würde,
dass Weyhe eine tolerante und fremdenfreundliche Gemeinde ist. Daher sollte
ein Aktionstag für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit organisiert
werden. Schnell wurde man sich einig, den Tag mit einer Demonstration
einzuleiten, anschließend in der Mehrzweckhalle ein multikulturelles
Fest zu begehen und den Tag mit einem Konzert (siehe auch „aufMUCKEn“)
am Abend zu beenden.
Die Idee stieß auf große öffentliche Resonanz und so
beteiligten sich neben den Parteien zahlreiche Vereine, Verbände,
Kirchen und interessierte Bürger. Auch die Zusammenarbeit mit der
Gemeindeverwaltung verlief sehr gut. Ein wichtiges Anliegen der Initiatoren,
möglichst alle Teile der Weyher Bevölkerung in die Aktion einzubinden,
wurde damit umgesetzt.
Damit die Organisation des Aktionstages in geordneten Bahnen verlief,
gründeten sich mehrere Arbeitsgruppen, die sich schwerpunktmäßig
um einen Teil des Aktionstages bemühten. Darüber hinaus fand
sich eine Koordinationsgruppe zusammen, bei der alle Informationen zusammenliefen
und die sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmerte. Das starke
Engagement etlicher Weyher Bürger und die Entschlossenheit des Aktionsbündnisses
sollte den aktiven Rechtsradikalen in Weyhe und Umgebung selbstverständlich
nicht gefallen. Sie versuchten durch Telefonanrufe und andere Störmaßnahmen
das Aktionsbündnis einzuschüchtern, was ihnen allerdings nicht
gelang. So stand nach intensiver Arbeit dem ersten Aktionstag für
Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit in Weyhe nichts mehr im Wege.
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